Offene Ateliers Glienicke

Zu Besuch bei der Künstlerin Heike Adner im Atelier

In einem Garten, an einem kleinen weißen Mosaiktisch der Künstlerin Heike Adner sitze ich und schreibe das, was ich nicht sagen kann. Nicht, weil ich es nicht weiß, sondern weil ich es nicht vermag. Zu viele schöne Eindrücke sind es, die das Auge hier in einem Moment aufnimmt. Man müsste mehrere Sätze auf einmal sprechen. Jetzt im Schreiben in Kombination mit den Fotos gelingt es ein bisschen besser.

Der Garten – ein Blumengarten, ein Kunstgarten mit zahlreichen malerischen Plätzchen zum Niederlassen und Träumen öffnet dem Publikum seine Türen – wie auch das Atelier.

Betritt man es, fühlt man sich in Gesellschaft – selbst wenn man sich allein im Raum befindet- denn die Skulpturen nehmen den Betrachter in ihre Mitte. Sie erzählen eine Geschichte, sind Zeugen momentaner oder vielleicht auch permanenter Lebensgefühle wie Freude, Nachdenklichkeit, Zerrissenheit, Glück…. Sie erscheinen als Wegbegleiter.

 

Bei Kaffee und Kuchen kommen wir ins Gespräch mit anderen Besuchern, erfahren die interessante Geschichte von der Gründung eines „Wohnzimmerchores“.

Fotograf Matthias Jankowiak

Im nächsten Atelier empfängt uns der Fotograf Matthias Jankowiak. So ein schönes Gespräch hatten wir lange nicht. Irgendwie haben wir das Gefühl, als würden wir diesem Künstler nicht zum ersten Mal begegnen.

Wir erfahren von folgender interessanten Geschichte: Der Fotograf macht sich auf, um Menschen aufzusuchen, die ihn im Leben auf die eine oder andere Art und Weise beeinflussten, darunter auch viele Menschen, denen er lange Zeit nicht begegnet ist. Diese Menschen fotografiert er in deren Umfeld. Zu dem jeweiligen Foto gibt es stets einen Text. In diesem erfährt man – nicht wie erwartet vom Verhältnis des Fotografen zum Porträtierten – sondern den Text entwirft der/ die auf dem Foto zu Sehende. Dadurch wird eine Gleichwertigkeit von Text und Foto erreicht, jedenfalls ging es uns so.
Für uns ergibt sich im Anschluss ein recht vertrauter Moment, denn wir erfuhren dann die eine oder andere Geschichte über die Bedeutung, die der/ die Abgebildete für den Fotografen hatte/hat. Das ist eben der große Vorteil, den ein offener Atelierbesuch gegenüber einem Museumsbesuch hat – die Kunst ist hier Mittler, ist Weg zu „den Menschen“, in diesem Fall zu uns. Dankeschön! Bis zum 10.6. zur Ausstellung „Zweidrittel“ in Velten.
Kurz vorm Gehen erfahren wir, dass es eine Ausstellung des Künstlers gemeinsam mit weiteren im Juni in der Bretagne geben wird. Vielleicht ein Wegweiser, ein Tipp für uns?

Ausstellungen des Künstlerstammtisches von Glienicke

Ein paar Meter weiter im Neuen Rathaus treffen wir auf ein Künstlerehepaar, Brigit und Christof Haemmerling. Sie malt, er fotografiert. Fernwehgefühle beim Betrachten der Aquarelle und Fotos, entstanden in der Toskana und auf Korsika während mehrerer Malreisen! Auch hier hören wir Geschichten hinter den Bildern, sehen auf einem PC Reiseindrücke, dürfen das besondere Fotopapier anfassen und…und …und….

Schräg gegenüber betreten wir die Mensa. Welcher Reichtum! Wir erfahren, dass es sich um eine Künstlergruppe handelt. Mit allen kommen wir ins Gespräch und fühlen uns irgendwie zugehörig.

Mitgenommen ins Leben

  • den malerischen Ort Glienicke/ Nordbahn
  • einen Ausstellungsbesuch am 10.6. in Velden
  • den Traum von einer Bretagne-Reise
  • zwei Büchlein der Autorin Elke Ring
  • viele schöne Bilder, Farben und Begegnungen

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