Blick auf Heilstätten- und Künstlerkolonielandschaft

Autobahn-Ausfahrt Beelitz/ Heilstätten – diesmal nicht „links liegengelassen“, sondern mitgenommen!

Ausgerechnet bei Minusgraden an den Schwielowsee?
Ja: Wir sind so gut wie alleine da! Kein Stau trotz zahlreicher Baustellen. Weder Blätter und Blüten der Bäume noch Touristenströme versperren die Sicht vom Baumkronenpfad auf die morbide wirkende Heilstättenlandschaft.

Hoch oben und doch ebenerdig ragen die Gebäude aus den Gipfeln und erzählen ihre Geschichten. Durch alte Fotos gewinnt man einen Eindruck von einer ehemals florierenden Heilstätte mit wunderbaren Gebäuden. Übergroße russische Schriftzeichen zeugen von der Zeit als Lazarett. Um Genaueres zu erfahren, müssten wir auf eine der zahlreichen Führungen zurückgreifen. Wir lieben es aber vorerst, interessante Orte einfach auf uns wirken zu lassen. Deshalb lassen wir das.

Uns ereilt Wehmut angesichts des Verfalls. Requisiten eines Events unterstützen die melancholische Stimmung, die uns ereilt. Große Leuchtsterne und eiserne alte Betten stehen in der Landschaft ebenso wie Info-Tafeln über besondere Blüten und Blätter, die die kahlen Bäume bald tragen werden. Dann wird die Natur sich die Bauten noch weiter zu eigen gemacht haben. Jetzt, im Februar, sind sie noch gut zu erkennen in dieser scharfen Kälte.

Weiter geht’s nach Ferch und Umgebung – herrliche Wald-Wanderwege lassen uns die Kälte vergessen. Hinauf auf den Wietkiekenberg! Hier findet man einen Aussichtsturm mit Blick über den gesamten Schwielowsee mit seinen Gemeinden Caputh, Ferch und Geltow. Ein wunderschönes Wandergebiet tut sich uns auf mit einem großen See zum Baden!

Was uns besonders überrascht: Ferch ist ein Malerdorf! Es gab hier in der Gemeinde Schwielowsee eine Künstlerkolonie. Da sind wir bis Worpswede gefahren, ohne zu wissen, dass es hier ein kleines Pendant gibt oder gab. Das kleine, sehr liebevoll gestaltete Museum in Ferch erzählt davon. Wir erfahren, dass man dabei ist, evtl. noch vorhandene Künstlerateliers zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir werden das auf jeden Fall weiter beobachten.

Mitgenommen in unser Leben

Ein trauriges-romantisches Gefühl im Hinblick auf Beelitz und eine Vorfreude auf eine schöne Landschaft in Frühjahr und Sommer am Schwielowsee.

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