Kunst(T)raum – Die Seelenbinder Ateliers

Kunst eröffnet (T)Räume!

Künstler öffnen ihre Räume der Öffentlichkeit. Alles, was man hier sieht, könnte sich auch an einem anderen Ort befinden. Viele Kunstwerke wechseln während der beiden Märztage oder später den Ort aus den Ateliers hinaus „in die Welt“, die kleine private oder die öffentliche.

Island-Kurzurlaub – Farben und Formen inspirieren

Unsere erste Station ist der Ausstellungsraum von Andrea Vonmelms. Im Kontrast zum Grau draußen – Frühlingsluft beim Betreten des Raums! Helle pastellfarbene Bilder, gerade entstanden auf einem Island-Kurzurlaub, erfahren wir von der Künstlerin.

Das ist überhaupt das Schöne und Interessante hier: Die Bilder erzählen verschiedene Geschichten – einerseits die des Bildes selbst, das die Phantasie des Betrachters anregt – andererseits die der Künstlerin, die mit leuchtenden Augen von der Entstehung dieser Island-Bilder berichtet. Uns ist es leicht ums Herz, als wir den Raum verlassen.

Noomi – Schwedisches Farbenspiel auf Holz

Kreative Mieter

So ist es auch nach wie vor bei den Landjungs, bei denen wir natürlich vorbei schauen und feststellen, dass bei uns zu Hause einige Möbel schon in den gleichen schönen Farben blinken.

Auf den Gängen zum nächsten Atelier – verschiedene Kunsthandwerke – Töpfer- und Papierarbeiten, aber auch Selbstgestricktes und Bilder und Karten mit kunstvoll gepressten Blumen – alles um die Besitzer zu wechseln und hinausgetragen zu werden.

Auftritt der Band Noisses

Kartique Vintage Leuchtbuchstaben

Papierwerkstatt Friedrichshagen

Lichtinstallation und Farbe öffnen Raum

Am Ende des Ganges zieht uns eine Lichtinstallation an.

Was wir dann sehen, übertrifft unser Vorstellungsvermögen – ein Raum, der den Besucher sofort  in ein Licht taucht und gleichzeitig über verschiedene Bilder mit einer unbeschreiblichen Wärme aufnimmt. Nichts erscheint hier statisch, nichts unveränderlich, alles schwingt, atmet, ist in Bewegung, obwohl doch alles an seinem Platz bleibt. Raumarchitektur, Betrachter, Kunstwerke und Künstler kommunizieren miteinander, ohne ein Wort zu sagen.

Während ich versuche, unsere Eindrücke zu beschreiben, muss ich neidlos anerkennen, dass die perfekte Gestaltung dieses Raumes in seiner Vielfalt und gleichzeitigem Minimalismus nicht zu beschreiben ist.

Hier ist nicht nur ein Künstler am Werk, sondern ein Ästhet – und wie wir im Gespräch mit Lutz Dransfeld erfahren – ein Mensch, dem es wichtig ist, mit seiner Kunst Menschen zu erreichen – dort, wo sie leben, selbst dort, wo Leben schwierig ist.

Ein Raum, in dem wir lange staunen.

Kleine Aquarelle

Ebenso ergeht es uns bei Liz (der volle Namen bleibt uns verborgen). Ihre Aquarelle sind ein Schatz! Einerseits ähneln sie den gepressten Blumen vom Nachbaratelier, andererseits wirken sie zerbrechlicher, geheimnisvoller, fließender als diese. Beobachtet man die Künstlerin bei der Arbeit, spürt man die Freude, die sie dabei hat.  Auch mir ihr kommen wir ins Gespräch über Kunst, Künstler und die Welt. Selbst ihre Webseite ist ein Kunstwerk.

Mitgenommen in unser Leben

  • Menschen öffnen sich mit ihrer Kunst, wodurch für (uns) Außenstehende sichtbar wird, wie sie die Welt interpretieren und zugleich verändern.
  • Wir gehen reicher aus dem Tag, reich an Schönheit, an Begegnungen, reich an Möglichkeiten.
  • Das Angebot, dem/der einen oder anderen Künstler/in bei der Arbeit über die Schulter schauen zu dürfen 🙂 Wir berichten dann an dieser Stelle darüber.

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